Wochenbettküche: Süßkartoffel-Bohnen-Eintopf

Eintöpfe sind eines der besten Wochenbettessen. Warm, weich, nährstoffreich, leicht verdaulich… gute frische Zutaten in nahrhafter Brühe…

Die vielen enthaltenen Gewürze fördern die Verdauung und schnellere Heilung. Süßkartoffeln sind besonders ballaststoff-, vitamin- und mineralstoffreich. Hülsenfrüchte liefern ebenfalls viele wichtige Nährstoffe und hochwertige Proteine. Ich koche für „meine“ Mütter oft Gerichte mit Linsen, und in den meisten Ländern der Welt wird das ebenso gehandhabt.

Hierzulande sind viele Frauen zurückhaltend, weil sie Angst haben, dass ihr Baby durchs Stillen Bauchschmerzen und Blähungen bekommen könnte. Meine Erfahrung ist, dass die Koliken von Neugeborenen selten etwas mit der Ernährung der Mutter zu tun haben, sondern einfach durch ihr unreifes Verdauungssystem verursacht werden. Wenn du oder ein anderes Familienmitglied etwas nicht verträgst, kann es sein, dass auch das Baby darauf reagiert. Aber erstmal würde ich entspannt alles essen und abwarten, ob das Baby überhaupt reagiert.

Eintöpfe sind im Wochenbett besonders gesund.

Zutaten:

  • 2 Zwiebeln
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 3 Süßkartoffeln
  • 4 Tomaten
  • 3 Paprika
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 2 Dosen schwarze Bohnen (oder auch andere, ich habe hier noch eine Dose weiße Bohnen dazugegeben, weil ich die Menge erhöhen wollte), abgegossen

Gewürze:

  • 3 EL Kokosflocken
  • 1 TL Kokosblütenzucker
  • 1 EL Kurkuma
  • 1 EL gemahlener Koriander
  • 1 EL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlener Kardamom
  • 1 TL gemahlener Bockshornklee
  • 1 Prise gemahlene Nelken
  • Pfeffer, Salz
  1. Würfle das ganze Gemüse in kleine Stücke. Süßkartoffeln natürlich schälen etc., mach es wie es dir am besten schmeckt, ich mag alles ganz fein und klein geschnippelt.
  2. Brate die Zwiebeln in einem guten Schuss Öl langsam an – nicht auf voller Hitze, bis sie schön weich sind und langsam anfangen zu bräunen. Dann gib den Knoblauch dazu, bis der anfängt zu duften.
  3. Nun die Tomatenwürfel dazu und noch einige Minuten weitergaren, damit sie schön verkochen.
  4. Mit der Kokosmilch ablöschen. Dann kannst du die Dose nochmal mit Wasser füllen und das ebenfalls in den Topf geben. Jetzt einfach alles andere auch dazu und mindestens 20 Minuten köcheln lassen.
  5. So lange abschmecken, bis es riiichtig lecker schmeckt <3. Guten Appetit!

Ach ja, und dazu Reis, oder Brot, oder einfach so.

Saisonküche: Holunderküchlein

Ich bin total fest davon überzeugt, dass es am gesündesten ist, das zu essen, was gerade Saison hat und da wächst, wo man lebt. Saisonal und regional. Nichts neues, aber gerade deshalb so wichtig. Jede Woche bekomme ich Gemüse von einer Solawi (Solidarische Landwirtschaft), das heißt, im Winter gibt es dann auch mal sehr lange bloß Rote Bete, Schwarzen Rettich und Kartoffeln. Da freue ich mich dann umso mehr auf den Frühling, wenn wieder überall frisches Grün rausspitzt.

Ich koche total gerne mit Zutaten, die ich in der Natur gesammelt habe. Nachdem es bisher nur einige Wildkräuter gab, beginnt jetzt eine meiner Lieblingsblütezeiten: Der Holunder bekommt die ersten Blütendolden!

Ich mache total gerne Holundersekt daraus, ein prickelndes, wild fermentiertes Getränk, dafür gab es aber noch nicht ausreichend große, aufgeblühte Dolden. Das wird noch ein bis zwei Wochen dauern, schätze ich. Aber für ein paar kleine Hollerküchle zum Kaffee hat es schon gereicht!

So ein richtiges Rezept habe ich gar nicht, ich mache einfach immer einen Ausbackteig nach Gefühl. Heute für ca. 12 kleine(!) Dolden habe ich verwendet:

  • 12 Holunderblüten-Dolden
  • 100 g Mehl
  • 2 Eier
  • 200 ml Hafermilch (geht natürlich auch mit Kuhmilch)
  • etwas Zucker
  • 1 Prise Salz

Als erstes schüttelst du die Blüten vorsichtig aus und entfernst evtl. vorhandene kleine Tierchen, Spinnweben oder vertrocknete Blüten.
Dann trennst du die Eier und schlägst das Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee.
Das Eigelb verrührst du mit Mehl, Milch und Zucker. Lass es ruhig noch einen Moment stehen, damit das Mehl ein bisschen quellen kann. Dann hebst du den Eischnee unter. Es soll ein dickflüssiger, fluffiger Teig entstehen, der schön an den Dolden haften bleibt und nicht gleich wegfließt.
In einer Pfanne erhitzt du ein paar Löffel Sonnenblumen- oder Rapsöl. Tauche die Dolden nacheinander vorsichtig in den Teig, bis sie ganz bedeckt sind, und drücke sie in die Pfanne, so dass sie wieder ein bisschen auseinandergehen.
Sobald die Pfanne gefüllt ist, kannst du die überstehenden „Ästchen“ mit einer Schere abschneiden und die Küchlein wenden.
Danach abtropfen lassen, mit Puderzucker bestäuben und am besten mit Eis essen.

Was kann es besseres geben nach einem Spaziergang in der Frühlingssonne?! Probiert es mal aus :)!
Guten Appetit!